Materialarchiv
Holzkarte · 021

Swietenia macrophylla · Werkstoffporträt

Amerikanisches Mahagoni

Warm im Ton, ruhig in der Fläche und erstaunlich fein zu bearbeiten: Diese Holzkarte betrachtet das Material nicht als Luxuswort, sondern als konkrete Probe mit Herkunft, Faserverlauf, Verschnitt und verantwortungsvoller Beschaffung.

Botanische GattungSwietenia
Typischer Eindruckfeinporig & warm
Bearbeitungsauber, aber staubarm
BeschaffungHerkunft belegen

Ein Name, der genaues Hinsehen verlangt.

Im Handel wird „Mahagoni“ für sehr verschiedene rötliche Hölzer verwendet. Amerikanisches Mahagoni bezeichnet hier Holz aus der botanischen Gattung Swietenia, besonders das großblättrige Mahagoni. Der botanische Name auf Angebot und Rechnung ist deshalb aussagekräftiger als eine klangvolle Farbbezeichnung.

Frisch bearbeitet kann die Oberfläche vergleichsweise hell wirken. Licht und Sauerstoff vertiefen den Ton mit der Zeit. Das feine Porenbild, wechselnde Faserlagen und ein sanfter Glanz machen das Holz für ruhige Möbelflächen, Profile und präzise Details interessant.

Die Schönheit entbindet nicht von Sorgfalt. Dokumentierte Herkunft, angemessene Ausnutzung und die Prüfung vorhandener Bestände gehören zur Materialentscheidung. Ein kleines, nachvollziehbares Projekt kann wertvoller sein als eine große Fläche ohne Herkunftsgeschichte.

Vom Rohbrett zum nutzbaren Volumen

Tragen Sie Brettmaß, Stückzahl und geplanten Verschnitt ein. Der Rechner zeigt Rohvolumen, geschätztes Fertigvolumen und eine grobe Menge für einen dünnen Ölauftrag.

Maße der vorhandenen Bretter

Länge in Zentimetern
Breite in Zentimetern
Dicke in Millimetern
Anzahl der Bretter
Verschnitt in Prozent
Ausgabeformat
52,9
Liter nach 18 % Verschnitt

Das Rohvolumen liegt bei 64,5 Litern. Vor dem Zuschnitt Äste, Risse, Faserwechsel und die tatsächliche Brettkante einzeln markieren.

Rohvolumen64,5 l
Öl, erster Auftrag0,44 l

Vier Behandlungen im Gedankenmuster

Wählen Sie eine Oberfläche. Das Muster verändert seinen Charakter und die Notiz nennt, worauf es bei einer realen, separat angelegten Probe ankommt.

Oberfläche vergleichen

Die Darstellung ist eine Orientierung am Bildschirm und keine verbindliche Farbvorschau.

Aktuelles Gedankenmuster

Geölte Oberfläche

Öl vertieft den Braunton und hebt wechselnde Fasern hervor. Probe an Hirnholz und Fläche getrennt beurteilen; Überschuss sorgfältig abnehmen und das verwendete System dokumentieren.

Eigenschaften werden erst im Detail praktisch.

Drei Beobachtungen für Entwurf, Bearbeitung und Pflege einer echten Probe.

01

Faser lesen

Wechseldrehwuchs kann beim Hobeln gegenläufige Bereiche erzeugen. Flacher Schnitt, scharfe Werkzeuge und kleine Probestücke helfen mehr als pauschale Vorschubregeln.

02

Poren füllen

Für hochglänzende Flächen müssen die Poren oft gezielt behandelt werden. Bei matter Oberfläche darf die Textur sichtbar bleiben und den Werkstoff lesbar machen.

03

Staub begrenzen

Absaugung, passender Atemschutz und saubere Arbeitskleidung sind Teil der Planung. Holzstaub nicht mit Druckluft verteilen und Hautreaktionen ernst nehmen.

04

Kanten schützen

Feine Profile wirken elegant, bleiben an beanspruchten Möbeln aber empfindlich. Eine kaum sichtbare Rundung kann Absplitterungen vermeiden und fühlt sich ruhiger an.

05

Farbton abwarten

Frisch geschliffene und gealterte Fläche können deutlich verschieden aussehen. Muster datieren und mehrere Tage unter ähnlichem Licht wie am späteren Ort beobachten.

06

Reste aufheben

Schmale Streifen eignen sich für Griffe, Einfassungen oder spätere Reparaturen. Beschriftete Reststücke bewahren zudem eine Referenz für Farbe und Oberflächenaufbau.

Dokumente vor dem Zuschnitt ordnen

Der Check bewertet keine Rechtslage. Er zeigt, ob die grundlegende Herkunftsgeschichte eines angebotenen oder bereits vorhandenen Brettes nachvollziehbar dokumentiert ist.

Was liegt zum Stück vor?

1/5

Der botanische Name ist ein Anfang. Vor einer Entscheidung fehlen noch wesentliche Angaben zur Herkunft und Zuordnung.

Bei Unsicherheit nicht raten: Art, Zeitpunkt, Einfuhr- und Handelsweg können unterschiedliche Nachweise erfordern. Fachkundige Stellen können die konkrete Dokumentation prüfen.

Blatt, Frucht, Artname

Eine stilisierte Erinnerung daran, dass jedes Brett Teil einer Pflanze und einer Landschaft war. Die Skizze ist kein Werkzeug zur Artbestimmung; dafür braucht es belastbare Merkmale und Erfahrung.

Archivnotiz: Bildschirmfarben sind weder Holzbestimmung noch Einkaufsfreigabe.

Unbeschriftete Medien aus der Holzkartei

Die folgenden Altbestände gehören zur Materialansicht, wurden beim Übertragen jedoch nur technisch erfasst.

Historische Schnittkarte
Farbtafel des Splintholzes
Aufnahme einer Werkstattprobe
Zielpunkt der alten Schnittkarte